Rundfunkbeitrag Aktuelles 16.10.2016

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Seit 16 Tagen gibt es nun das „Content-Netzwerk von ARD und ZDF für junge Leute” funk.net, mit dem laut Eigenwerbung das Internet vorbei sein sollte.

Nun, das Internet gibt es zum Glück immer noch, denn wenn das die Zukunft sein sollte, dann gute Nacht!

Der SWR, federführend bei diesem Projekt, stellt in der Rubrik Unternehmen das Projekt vor, für das die Fernsehsender EinsPlus und ZDFkultur eingestellt wurden. Durch die Einstellung wurden 45 Millionen lockergemacht, um bei Youtubern wie Kristina Weitkamp oder LeFloid anzuklopfen, damit diese Formate liefern. Allerdings werden diese Formate nicht nur auf funk.net, sondern ebenso auf den sonstigen Medienplattformen eingestellt. Da könnte man sich schon die Frage stellen, was das soll.

Kritik wird allerdings gleich vorgebaut: Ein weiterer Formatlieferant, das Bohemian Browser Ballett, hat in seinem Youtube Kanal ein pseudoenthüllendes Video „BBB Leaks: Systemmedien im Kinderzimmer” veröffentlicht, dass die offensichtlichen Kritikpunkte gleich aufgreift und ins Lächerliche zieht. Das vereinfacht später die Diskussion: Man wirft ARD und ZDF vor, Content-Lieferant für die größten Konzerne sein? Man findet die Auswahl an Formatlieferanten aus der senderkonformen Ecke zu einseitig? Da kann man sich gleich zu den anderen Verschwörungstheoretikern in die Ecke stellen.

Nun ist die Idee eines Content-Netzwerks nicht neu. Ich hatte so ein Gedankenspiel Ende 2013 mal schnell auf Basis der Gesamteinnahmen durchgespielt. Eine Alternative zu einem eindeutig kommerziellen Anbieter wie Youtube wäre wünschenswert. Nun zeigt die Zahl von 45 Millionen für funk.net eigentlich, dass es viel preiswerter gehen würde. Gewollt ist das aber offensichtlich nicht.

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